Mein kreativer Garten: Warum ein leerer Tisch der Beginn von allem ist
Ein kleiner Einblick in meinen kreativen Garten
Für mich ist der leere Tisch mehr als nur eine Fläche. Er ist der Ort, an dem alles beginnt – der erste Schritt, damit das Bild, das schon eine Weile in mir wächst, endlich Raum findet, um in die Welt zu kommen.
Dieses Bild, das in mir wächst wie eine Pflanze im Garten, braucht Platz. Es braucht einen klaren, sauberen Raum, in dem es atmen kann. Deshalb räume ich meinen Tisch auf, wische die Farbspuren weg, beseitige die Reste vom letzten Mal. Nicht, weil ich Ordnung schaffen muss, sondern weil ich den Raum öffne – für das, was jetzt kommen will.
In diesem Moment, wenn der Tisch leer und still ist, kann ich mich auf das neue Bild einstimmen. Ich lausche ganz genau: Was möchte wachsen? Welche Farben rufen nach mir? Welche Materialien brauchen wir? Es ist eine Art Gespräch, eine stille Unterhaltung zwischen mir und dem, was neu entstehen möchte.
Es ist nicht so, dass ich einfach den Pinsel nehme und losmale. Nein, es gehört so viel mehr dazu. Das Bild erzählt oft ganz eigene Geschichten, die ich hören muss. Ich lausche diesen Geschichten, schreibe sie auf, lasse sie in mir wachsen. Nur so kann mein Kunstwerk wirklich entstehen – ehrlich und wahr.
Ohne Liebe und Aufmerksamkeit geht es nicht. Diese Zuwendung ist wie Wasser und Licht für eine Blume. Wenn ich dem Bild diese Aufmerksamkeit schenke, kann es erblühen. Es wird sichtbar, lebendig, voller Tiefe.
Für mich ist dieser Prozess heilig. Es ist mein Garten der Farben, in dem alles wachsen darf – mit Geduld, mit Respekt und mit Hingabe. Und wenn ich diesen Raum schaffe, dann beginnt das Wunder: Das Bild, das lange in mir lebte, findet seinen Weg hinaus in die Welt.
„Vielleicht spürst du beim Lesen, dass dieser Prozess sehr persönlich ist. Es geht nicht darum, wie man „richtig“ malt oder wie man kreativ sein sollte. Es geht um meinen Weg, meine Begegnung mit dem, was in mir lebt und gesehen werden will.
Und wenn du etwas aus meiner Geschichte mitnimmst, freut mich das sehr. Doch vor allem ist dies mein Garten der Farben – ein Raum, der mir gehört, eine Poesie, die ich teile, ein Bild, das ich wachsen lasse.
Wenn du magst, lade ich dich ein, durch meine Gartenpfade zu schlendern und die Bilder zu entdecken.“